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#1

BACKYARD OPEN AIR_2011 mit: FEUERSEELE (Main-Act), OBSOLETE INCARNATION, WARCHIEF, BLEICH, ONE STEP FURTHER

in Live 11.08.2011 19:22
von G.H.S. • Ausbilder | 2.275 Beiträge

Backyard Open-Air 2011

Der Vorbericht: "Backyard Open Air_2011" (Vorbericht)

Foto-Alben:
"Backyard Open Air_2011; Live"
"Backyard Open Air_2011; Fans"

Am sechsten August, kurz bevor ich mich auf nach NRW machen wollte, erreichte die Mail meines Bekannten 'Prof. C', ob ich nicht einen Bericht über das diesjährige „Backyard Open-Air“ in Gummersbach-Derschlag schreiben wolle.
Da ich ohnehin im Oberberg (genauer in Engelskirchen) sein wollte, versprach mir dies eine angenehme Abwechslung.

Backyard Open-Air 2011“ Running-Order:
16:30 bis 17:15 ONE STEP FURTHER
17:30 bis 18:15 BLEICH
18:30 bis 19:15 WARCHIEF (Incident)
19:30 bis 20:15 OBSOLETE INCARNATION
20:30 bis 22:00 FEUERSEELE

Ein Blick auf die Running-Order verriet mir lediglich, dass ich keine der an diesem Abend im Iric Pub „Valhall“ in Gummersbach-Derschlag aufspielenden Bands namentlich kannte.
Aber nicht nur die Bands sollten noch für die eine oder andere Überraschung an diesem Abend sorgen.
Da ich bereits am frühen Nachmittag im „Valhall“ eintraf, hatte ich noch genügend Zeit mir einen Platz unter der Plane zu sichern.
Jener Plane die auch dem Mann am Misch-Pult einen trockenen Platz gerantierte.
Hier unterhielt ich mit zwei Musikern der Band BLEICH, die 'Prof C.' mir vorstellte. Zur gleichen Zeit versuchten auch OBSOLETE INCARNATION Alles am Mischpult richtig einzustellen, von ihnen war das Equipment.
Es hatten wohl einige Menschen den Wetterbericht gehört und zogen es vor im trockenen zu bleiben, den vor der Bühne blieb mehr Platz frei, als eigentlich davon auszugehen war.

„Live“

So gegen 16:30 ging die Musik dann los.
Ich stellte ziemlich verwundert fest, dass das Konzert bereits begonnen hatte. Denn es war ein recht lockeres Miteinander vor der Bühne, sowie am Misch-Pult. Es kamen über den Abend verteilt immer wieder vereinzelt Fans, aber leider nicht so viele, dass man behaupten könnte, der Platz sei ausgelastet.
So ziemlich mit dem Einsetzen der ersten Band begann es dann auch zu regnen. Die Musik, mit welcher ONE STEP FURTHER denn Abend eröffneten, gemahnte mich an die Metal Night ("Metal-Nacht" im Nacht-Cafè) die ich Anfang des Jahres besuchte. Dort spielten URBAN ANIMALS als erste Band in ihrem Stil aus Rock und Metal auf. So konnte ich auch nicht wirklich gefallen finden an ONE STEP FURTHER.
Allerdings kann ich dieser Band zu gutehalten, dass sie nicht ihr eingeplantes Set spielen konnten. Viele der Songs waren auf einen dritten Sänger ausgelegt, leider war es nicht möglich, dies zu bewerkstelligen.
Nicht das einzige Mal, dass die Technick uns einen Strich durch die Rechnung machen sollte.

Als im Anschluss dannn BLEICH auf die überdachte Bühne stiegen und ich mir noch ein Brat-Würstchen schmecken ließ, erwartete ich nicht, solch eine gute Band nun vor mir auf der Bühne zu sehen. Bevor das Konzert losging sprach ich ja bereits mit dem Sänger, der mich darob informierte, dass seine Band wohl am ehesten im Metal-Core anzusehen wären.

Wir sind Bleich von ummar Ecke

sprach der Sänger trocken ins Micro, bevor die Musik loshämmerte.
Erläuternd kann ich sagen, dass BLEICH in Gummersbach beheimated sind und die Behauptung von gleich um die Ecke her zu kommen, stimmt.
Und Was geschah dann?
Tja, dann ging die Lutzi ab!!
Auch wenn ich die Band-Members ohne ihre Musik zu kennen nicht unbedingt in dieser Ecke vermutet hätte, BLEICH boten einen verdammt guten Metal mit deutschen Texten ab. Ich hätte diese Musik allerdings nicht als Metal-Core bezeichnet, sondern als Death Metal mit einem Black Metal Einschlag.

Bereits zu Anfang ihres Auftritts ergab sich eine lustige Begebenheit, als der Fronter von BLEICH eine Bitte dem Ton-Mann zurief und einer der Fans sich empört zu Wort meldete.
Sänger: „Den Bass kannst du herunterfahren
Fan: „Was, bist du krank?“
Sänger: „Doch nur am Monitor

Zwei Sänger boten die Vocals.
Es war eine wahre Freude und es klingt einfach grandios, wenn ein Vocalist in Death Metal Manier: „Friede, Freude, Eierkuchen“ singt.
Zwar habe ich bereits Bands gesehen, die mithilfe von Bühnenshow die Fans fesselten, BLEICH aber schafften es mit ihrer eigenen Mischung aus Core und extremen Metal die Fans an sich zu fesseln.
Auch 'Prof C.' feierte ausgelassen vor der Bühne.

Die verlangte Zugabe wurde leider nicht gegeben.
Und der Regen fiel.....



Nun dauerte es Etwas bevor es weiterging.
Beim Soundcheck erlebte der Vocalist von WARCHIEF (INCIDENT) eine Rückkopplung nach der Anderen. Woran das nun lag ist mir als nicht Techniker auch nicht bewusst. Der Mann am Ton wußte wohl auch vor lauter Monitoren (glaube es waren allerdings nur zwei) und Ausgängen auch nicht woran es lag.
Was ich gleich zu WARCHIEF positiv bemerken kann, ist das diese Band sich eines Keyboards bediente. Die erste Band am Abend die auf dieses Instrument zurückgriff.
Das Keyboard trieb in den 90er Jahren einen Keil zwischen die Metal Fans.
Aber die 90er Jahre sind Vergangenheit und zu der Musik der hier auf der Bühne agierenden Band passte der Sound des Keyboards gut. Alles klang sehr abgerundet und es gab keine Mankos.
Treffliche Grunts neben einer schnellen Gitarre.
Das Keyboard passte wie gesagt gut zur Musik. Wenngleich der hinter den Gitarren stehende Keyboarder vereinzelt zu sehr im Vordergrund stand (rein musikalisch gesehen).

Auch bei WARCHIEF ergaben sich Probleme mit dem Ton.
(diese Monitore aber auch immer *g*)

Als es wieder weiterging (der BLEICH-Sänger gesellte sich zum Misch-Pult und versuchte zu helfen) stieg WARCHIEF wieder voll in ihre Setlist ein. Die in der ersten Reihe auf der Bühne stehenden Axemen ließen die Haare kreisen und die Musik wurde super vom anwesenden Publikum aufgenommen.
Mit folgendem Kommentar leitete die Band selbst das Ende ihres Auftritts ein:
„Aufgrund des Zeitrahmens folgt jetzt noch ein Song“

Anmerkung des Redakteurs:
Spätestens bei WARCHIEF (INCIDENT) war es überdeutlich:
Das Zeitfenster, welches den Bands zur Verfügung stand, war einfach zu klein.
Wenn dann noch Probleme mit dem Ton oder der Anlage hinzukamen, dann stand wie ich finde sowohl BLEICH als auch WARCHIEF einfach zu wenig Zeit zur Verfügung.



Während OBSOLETE INCARNATION bereits aufspielen sollten war am Misch-Pult "land-unter". Zwar war es nach wie vor am regnen, aber Das hatte Nichts mit dem Wetter zu tun.
Folgender Kommentar halte von der Bühne ans Misch-Pult: „Volles Rohr? Nein, kommt Nichts 'raus“
Sollte das jetzt der traurig naße Abschluss des Abends sein?
Denn wenn Nichts aus den Boxen kam, wäre ja lediglich ein Acapella der beiden noch ausstehenden Bands möglich gewesen.
Zuvor stand ich bei zwei Musikern der Hauptband FEUERSEELE, die sich diesen Abend auch anders vorgestellt hatten. Während Einer seinem Unmut Luft machte, versuchte der Andere die Wogen zu glätten und schlug vor, dass die Band sich dann eben nur auf bestimmte Songs konzentrieren sollte, denn für das ganze Set würde die Zeit nun gewiss nicht mehr ausreichen.

PS: Es regnete erneut heftig!!

Nachdem auch der Musiker von BLEICH keinen Reim mehr wußte, wie wohl die Anlage wieder zum Laufen zu bringen sei, beeilte sich 'Prof C.' der an diesem Abend vom Veranstalter mit für das Gelingen des Abends sorgte, hinzu. Und mit einiger Verspätung endlich weiter.

Laut meinen Notizen begann der Auftritt von OBSOLETE INCARNATION dann um 21:20 Uhr (laut Running Order bereits um 19:30 Uhr) Aber...
That's live!!!

Die Gruppe der noch immer anwesenden Besucher war kleiner geworden.
Manche befanden sich bereits auf dem Heimweg, andere suchten tatsächlich den Iric Pub „Vallhal“ auf dessen Backyard das Konzert stattfand und ließen sich ihr Getränk im Trockenen schmecken. OBSOLETE INCARNATIONs Sänger dankte den verbliebenen Fans, immerhin war es ja mittlerweile Etwas später als geplant geworden.
Der Ton-Mann stand nun auch auf der Bühne, als Musiker der nun beginnenden Band. Seinen Platz am Misch-Pult hatte der Sänger von BLEICH eingenommen.
Ich bin echt gespannt, wie der Gesang auf Platte klingt, denn live gefiel er mir gar nicht.
Allerdings halte ich O.I. Zugute, dass Misch-Pult, Instrumente, … Alles von Ihnen gestellt war und der „Ersatzmann“ am Misch-Pult sich mit den Eingängen und Ausgängen nicht auskannte und geradewegs ins kalte Wasser geworfen wurde (ich wartete nur darauf, dass wieder einer von Monitoren reden sollte). Ein Musiker von WARCHIEF gesellte sich zu dem händeringenden Mann am Pult.
Eine zwar kleiner werdende, aber dafür umso fröhlichere, Schar Fans feierte die Musik im Regen gleich vor der Bühne. Dies nahm der Sänger dankbar an und agierte auch zwischen Ihnen.

So jetzt will ich aber das Alle mitmachen, wenn wir abgehen und ich will euch Alle sehen!!“

Der Sänger von BLEICH, der noch an den Reglern des Misch-Pult stand, machte mich auf die mittlerweile tote Biene aufmerksam, die er beinahe mit seinem Bier verschluckt hatte. Dann geschah Etwas womit ich nicht gerechnet hatte:
Zugabe wurde gefordert und Zugabe wurde gewehrt. Also damit ihr das richtig versteht:
Die Band die aufgrund unverschuldeter technischer Probleme beinahe 2 Stunden später beginnt als geplant, spielten auch noch eine Zugabe.
Ich muss sagen, dieser Song war der Erste bei dem ich fand, dass die Vocals so abgemixt waren und so klangen, wie sie sollten.
Schade leider zu spät, aber die Fans hatten dennoch ihre helle Freude an OBSOLETE INCARNATION!!

Mittlerweile war auch mir klar geworden, dass es verdammt schwierig werden würde, noch mit dem Zug Richtung Wohnort zu fahren. Ich wußte nicht genau, wie lange eine Bahn in meine Richtung fahren würde, aber eines Stand fest:
Ich würde mir FEUERSEELE noch anschauen.
Wie sollte ich einen korrekten Bericht zum „Backyard Open-Air 2011“ schreiben können, wenn ich die Hauptband nicht sah?
Die Band hatte (als einzige an diesem Abend) Gewandung, Uniform oder Outfit angelegt und ich war echt gespannt wie sie klingen würden.
Das FEUERSEELE ein großartiges Konzert auffahren würden, dessen war ich mir sicher.
Die Band ließ ihren möglichen Auftritt in Wacken in den Wind fahren, um im „Iric Pub Valhall“ in Gummersbach-Derschlag beim „Backyard“ aufzutreten.
Klar hüben wie drüben ein Open Air, allerdings hätte FEUERSEELE auf Wacken Vertreter eines Labels gehabt, welche die Band zwecks späterer Verpflichtung in Augenschein genommen hätte. Die Band kannte das „Valhall“ bereits, da sie zuvor bereits einmal hier aufgetreten war und staunte nicht schlecht, dass sie diesmal nicht im Iric Pub sondern auf der Bühne im Backyard spielte.
Aber es war nunmal Open-Air und dann muss man sich eben auch mit einer Tonanlage zufrieden geben, die nicht immer so funktioniert, wie man das wünscht und mit dem Regen anfreunden. Immerhin wurde die Band ja nicht nass, da die Bühne überdacht war.

Wie gesagt, es waren nicht mehr arg der viele angereisten Fans anwesend. Zu lange dauerten die Unterbrechungen. Zudem ist, ein Konzert im Regen zu erleben nicht unbedingt die Freizeit-Beschäftigung die vielen Menschen vorschwebt.
Aber ich kann Allen die nicht dort waren, sowie jenen, welche bereits vor dem Main-Act gingen nur sagen:
Leute ihr ein geiles Konzert verpasst!!“

Als FEUERSEELE spielten hat eben wieder Alles gepasst: Bühnenpräsenz der Band aus Mönchengladbach war vorhanden, der Sänger 'Greifgorn' bewegte sich auch vor der Bühne, zwischen den Fans. Ein absolut simphatischer Mann, wie er auf die Fans zuging, mit ihnen agierte. Ebenso auf der Bühne, es war eine Freude diese Band live zu erleben. Neben dem Sänger setzte sich FEUERSEELE zusammen aus: 'Lukas' an der Sackpfeife, die 'Herrin von Muspelheim' entlockte der Geige ihr Lied, 'Andi' hängte sich den Bass um und 'Killen' bediente das Schlagzeug.

Die FEUERSEELE dieses Abends spielte natürlich eine ganz andere Musik als die Bands zuvor.
Es mochte einfach Spaß der Haupt-Band des Abends zu zuschauen und zu zuhören. Auch als Songs, welche aus Funk und Fernsehen bekannt, von dieser Band gecovert wurden, wurde die Stimmung immer besser. 'Greifgorn' bewegte sich zwischen den Fans. 'Prof C.' der ja für das „Vahall“ arbeitet mischte sich später unter die ausgelassen halbnackt tanzenden Fans, ebenso der Veranstalter.

Gute Musik, stimmungsvolle Atmosphäre, gekühltes Bier;
= ein gelungener Abend!!

(Das ich den letzten Zug verpasste und per Taxi nach Hause fuhr, war zwar teuer;
aber es hat sich gelohnt!!)


'Stille ist woanders'

Ganz der Eurige
G.H.S.

zuletzt bearbeitet 03.04.2013 02:53 | nach oben springen

#2

RE: BACKYARD OPEN AIR_2011 mit: FEUERSEELE (Main-Act), OBSOLETE INCARNATION, WARCHIEF, BLEICH, ONE STEP FURTHER

in Live 02.11.2011 16:06
von kein Name angegeben • ( Gast )
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VIelen Danke für den Spannenden Review!
Besonders die stellen über Warchief haben mich sehr interessiert!

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